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Am Donnerstag, den 5.10.2023, begrüßte Corinna Hesse alle Anwesenden zur sechsten Beiratssitzung. „Wir sind komplett“, leitete sie die Vorstellung des neuen Teams ein – mit Kai Pham im Innovationsmanagement und Inga Schumacher im Strategieteam für die Prignitz. Die Rolle der Bündnissprecherin wird wieder Nicole Servatius, die aus der Elternzeit zurück ist, übernehmen. Herzlich willkommen zurück, Nicole!
Übrigens: Anfang der Woche gab es auch eine kleine Vorstellungsrunde unserer Teammitglieder auf Social Media – schaut gerne rein! Vier Projektvorhaben standen zur Abstimmung
Als erstes stellte sich das Projekt „Wohnen plus ² – Bürger-Genossenschaften“ der Hochschule Neubrandenburg vor. Im Rahmen des Projekts soll ein Reallabor zu Organisations- und Unterstützungsformen für selbstorganisiertes Wohnen und örtliche Daseinsvorsorge im Elbe Valley aufgebaut werden. Dabei sollen unter anderem die Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Formen von Genossenschaften oder anderer Institutionen des Gemeinwesens mit verschiedenen regionalen Partner:innen anhand von Praxisprojekten untersucht werden. Unser Beirat reagierte sehr positiv auf das vorgestellte Projekt und votierte einstimmig für den Antrag. Unter dem Titel „LAND .COM – Kultur- und Kreativschaffende als Innovationsbroker und -Lotsen“ wurde ein Projekt der Hochschule Wismar vorgestellt, das sich mit den Einflussmöglichkeiten der Kreativwirtschaft auf die Innovationskraft von Kleinen und Mittelständischen Betrieben im ländlichen Raum beschäftigt. In Begegnungsformaten sollen Innovator:innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft mit regionalen KMU zusammengebracht werden, um Prototypen für innovative Produkte, Prozesse und Dienstleistungen zu generieren und die Innovationskompetenz der KMU zu fördern. Das Projekt geht laut Beiratsentscheid in Wiedervorlage, da unter anderem die Projektinhalte und Mehrwerte für die Region noch nicht konkret genug dargestellt wurden.
Das nächste Projekt heißt: „Orte der Zukunft – Bauen der Zukunft“ (Leibniz Universität Hannover). Hier geht es um klimaneutrale und nachhaltige Neunutzung von Baubestand als Aktivator für Zukunftsorte und regionale Innovation. Siedlungsstrukturen, Orte, Quartiere und gemeinschaftlich genutzte Immobilien sollen zu Zukunftsorten entwickelt werden – von der Planung bis zur Erprobung. Dies soll am Beispiel von vier „Pilotorten“ in je einer Teilregion und durch die Methode des Co-Designs unter Beteiligung der Zivilgesellschaft vor Ort geschehen. Hier gab es gute Neuigkeiten für das Projektteam: Die Beiratsmehrheit stimmte dem Vorhaben in der vorgestellten Form zu.
Ein Projekt, das sich mit dem Bauen mit Wellerlehm beschäftigt, konnte den Beirat nicht überzeugen. Ziel des Projektes, vorgestellt vom Zentrum für Peripherie, ist es, die traditionelle Wellerlehmtechnik in eine zeitgemäße Bauweise zu übertragen, die sich der Vorfertigung mit moderner Maschinentechnik bedient. Das Thema Lehmbau wird im Bereich Bauen und Wohnen im Elbe Valley durchaus als wichtig erachtet und soll weiterhin im Auge behalten werden. Dem Beirat fehlte im vorgestellten Projektvorhaben aktuell der erkennbare regionale Mehrwert. Wir gratulieren den beiden Projekten, die den Beirat überzeugen konnten! Ab positiver Votierung haben die Projekte sechs Monate Zeit, um einen Vollantrag zu schreiben und ihn beim Projektträger Jülich einzureichen. Dieser prüft ihn daraufhin im Detail auf Budgetplanung und Inhalte. Die erste Hürde ist also genommen, jetzt drücken wir die Daumen, dass die Projekte auch in die Umsetzung gehen können. Und was passiert im Hintergrund? Im Hintergrund passiert viel im WIR!-Bündnis Elbe Valley: Die (Mit-)Organisation von Veranstaltungen, Vorbereitung von Beiratssitzungen, Beratung neuer Antragsteller:innen und natürlich gemeinsame Weiterentwicklung von Projektanträgen. Dazu kommt der Prozess der Antragstellung, der ebenso seine Zeit benötigt, bis ein Projekt mit der Umsetzung starten kann. Es lässt sich erkennen, dass wir bisher einen Themenschwerpunkt im Bereich Bauen, Wohnen und Arbeit haben. Besonders ist: Alle Projekte planen innovative Formate der Bürgerbeteiligung (Co-Design, Bürgerwissenschaften, etc). So werden Lösungen nicht alleine im „Elfenbeinturm“ entwickelt, sondern sie tragen dazu bei, gemeinsam und co-kreativ die Zukunft des Elbe Valleys zu gestalten. |